Konzept & Regeln

Das Konzept ist einfach: Die Hofflohmärkte heißen so, weil sie nur auf privatem Grundstück stattfinden. Jede Hausgemeinschaft verkauft den eigenen Trödel auf dem eigenen Grundstück: Das kann ein Innen- oder Hinterhof sein, eine Garage, ein Vorgarten etc.. Die Vorteile liegen dabei klar auf der Hand: Ihr müsst euren Trödel nicht umständlich irgendwo hinfahren, sondern verkauft ihn dort, wo er anfällt, nämlich direkt bei euch zu Hause. So haben auch Menschen, die kein Auto haben oder sonst inmobil sind, die Möglichkeit, ein bisschen Flohmarktluft zu schnuppern. Und gut für die Umwelt ist es durch die kurzen Wege und den Minimalaufwand an Logistik auch noch. Es hat sich gezeigt, dass aus den Hofflohmärkten in Beuel teilweise regelrechte Stadtteilfeste wurden. Viele private Verkäufer boten Kaffee und/oder Kuchen für lau oder gegen Spende an, man stand lange zusammen und hat geklönt. Selbst viele alt eingesessene Beueler (so wie ich eine bin) waren immer noch erstaunt, wieviele ungewöhnliche Einblicke sie in so manchen Hinterhof erlangen konnten. So entdeckt man im Zuge der Hofflohmärkte ganz viele neue und spannende Ecken, in die man sonst keinen Einblick hätte. Damit die Hofflohmärkte für alle Teilnehmenden kostenlos und stressfrei bleiben, gibt es ein paar wichtige Regeln zu beachten, wir beginnen mit der allerwichtigsten:

1. Alles, was ihr anbietet, muss auf privatem Grund stattfinden. Keine Verkäufe auf der Straße, keine Kleiderständer auf dem Gehweg etc.!

2. Um am Flohmarkttag selbst euer Haus zu markieren, könnt ihr Luftballons ans Haus binden oder aber den Boden mit wasserlöslischer Straßenkreide bemalen – das macht nebenbei auch den Kindern Spaß und wir verstoßen damit nicht gegen städtische Auflagen. Bitte stellt sonst nichts auf die Gehwege oder die Straße. Bleibt auf privatem Grund und alles ist gut. Die Werbung am Haus bietet sich auch an, um darauf aufmerksam zu machen, ob ihr nur zu bestimmten Uhrzeiten verkauft oder was auch sonst ihr der Welt mitteilen möchtet.

3. Bitte klärt im Vorfeld einer Anmeldung ab, ob alle Bewohner eurer Hausgemeinschaft mit einer Anmeldung einverstanden sind. Nicht jeder möchte vielleicht, dass die eigene Adresse im Internet erscheint bzw. Fremde durch den eigenen Hinterhof laufen. Auch die Vermieter/Hausverwaltung sollten ihr Einverständnis gegeben haben. Nur so haben alle Spaß an den Hofflohmärkten.

4. Bitte gebt bei der Anmeldung die Adresse an, wo auch euer Flohmarktstand stehen wird. Wenn das bei euch zu Hause ist, dann die Adresse. Wenn das eine Garage drei Häuser weiter ist, dann die Adresse der Garage.

5. Grundsätzlich sind die Bonner Hofflohmärkte für private Trödler gedacht. Hier ein paar Beispiele, was damit gemeint ist:

  • Ihr seid eine Lebensgemeinschaft/Familie/WG/Freunde, die irgendwo auf ihrem Grundstück ein bisschen Trödel verkaufen wollen? Geht klar!
  • Ihr seid Privatperson, macht aber nebenbei ein bisschen Kunst & Krempel, den ihr zusätzlich an Menschen bringen möchtet? Na sicher!
  • Ihr seid eine Bar/ein Atelier/ein Restaurant etc., das sonntags ohnehin geschlossen hat und den eigenen Platz für Trödler zur Verfügung stellt? Gerne doch!
  • Ihr seid ein Geschäft/ein Laden, das/der die Gelegenheit nutzt, um seine eigenen Produkte zu verkaufen? Nein, das geht leider nicht!

6. Immer mal wieder gibt es Stände, die selbstgebackenen Kuchen oder Limo anbieten. Das ist gut und löblich, aber informiert euch bitte vorab, ob ihr eine Lizenz braucht, um Lebensmittel verkaufen zu dürfen.

7. Corona hat uns allen gezeigt, wieviel Gefahr von Menschenansammlungen ausgehen kann. Achtet also darauf, dass sich nicht zuviele Menschen bei euch knubbeln, bietet weiterhin Desinfektionsmittel an, zieht im Zweifelsfall auch im Freien eine Maske auf. Es sollen sich schließlich alle Besucher wohl und sicher fühlen. Wichtig: Jeder Verkaufsstand ist selbst dafür verantwortlich, dass die aktuell geltenden Coronaregeln eingehalten werden! Hier könnt ihr euch die aktuelle Corona-Schutzverordnung runterladen.

Ich kann nur immer wieder darauf hinweisen, dass es wichtig ist, dass ihr euch an die oben genannten Regeln haltet. Nur so ersparen wir uns alle Ärger. Für den Fall, dass ihr das nicht tut, könnt ihr allerdings auch selbst haftbar gemacht werden. Zum Beispiel, wenn euch das Ordnungsamt abmahnt, weil ihr doch was vors Haus gestellt habt und damit einen öffentlichen Gehweg blockiert. Mit eurer Standanmeldung erkennt ihr die Regeln an und erklärt auch, dass ihr wisst, dass ihr selbst haftbar gemacht werden könnt, falls an eurem Stand etwas schief läuft. Die Bonner Hofflohmärkte sind nicht haftbar zu machen. In diesem Sinne: Seid brav!

Konzept & Regeln